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	<title>Unsere Werte Archive - CON-OEKO</title>
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	<description>Soziale und ökologische Landwirtschaft</description>
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		<title>Wer wir sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Schopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Apr 2021 16:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Werte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>sozial ökologisch regional fair transparent</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://con-oeko.de/wp/2021/04/03/wer-wir-sind/">Wer wir sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://con-oeko.de/wp">CON-OEKO</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-video"><video autoplay src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Öko-Schemen-3-3.mp4"></video></figure><p>sozial</p><p>ökologisch</p><p>regional</p><p>fair</p><p>transparent</p><p>Der Beitrag <a href="https://con-oeko.de/wp/2021/04/03/wer-wir-sind/">Wer wir sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://con-oeko.de/wp">CON-OEKO</a>.</p>
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		<title>Das Warum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Schopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2020 09:57:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Werte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Philosophie Con-Oeko ist ein „Kind“ des Mutterunternehmens „Confido-Initiativen“, eine Therapeutische Wohngruppe für traumatisierte Kinder und Jugendliche. Der Entschluss, eine ökologischen Landwirtschaft aufzubauen, erfolgte aus der Verantwortung für die Natur, vor allem aber aus der Verantwortung für unsere Kinder. Auf unserem Weg wurde uns immer mehr bewusst, dass wir die Beziehung zu unseren Kindern nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://con-oeko.de/wp/was-wir-sind/unsere-ueberzeugung/">Das Warum</a> erschien zuerst auf <a href="https://con-oeko.de/wp">CON-OEKO</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="U2 wp-block-heading">Unsere Philosophie</h2><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Con-Oeko ist ein „Kind“ des Mutterunternehmens „Confido-Initiativen“, eine Therapeutische Wohngruppe für traumatisierte Kinder und Jugendliche. </p>

<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Der Entschluss, eine ökologischen Landwirtschaft aufzubauen, erfolgte aus der Verantwortung für die Natur, vor allem aber aus der Verantwortung für unsere Kinder.</p></div></div></div></div>

<p class="ABK"><em>Auf unserem Weg wurde uns immer mehr bewusst, dass wir die Beziehung zu unseren Kindern nicht isoliert sehen können, sondern ebenso deren Einbettung in die Umwelt. Eine Beziehung kann nur heilend sein, wenn dies auch in alle anderen Lebensbezügen gilt. Es wäre unehrlich, mit den Kindern achtsam und bewusst zu leben und dies nicht auch gegenüber der Umwelt zu tun. Die heilende Beziehung hätte keine Kraft; sie wäre nur eine Technik und keine Lebenshaltung.</em></p></div></div>

<p>In unserer Pädagogik unterscheiden wir zwischen der Beziehung zur belebten Natur und die Beziehung zu Sachwerten. <strong>Ökologie</strong> ist das Label für die Beziehung zu Tieren und Pflanzen, <strong>Ästhetik</strong> das für die Beziehung zur Welt der Dinge.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading" style="line-height:1.5">Ökologie</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Mit dieser Klärung sind schon die Grundlagen der Ökologie gelegt: es ist eine heilende Beziehung, sowohl für die Menschen als auch für Pflanzen und Tiere. Die Freiheit des Gegenübers zu achten, ist das innerste Wesen von Würde und auch von Heilung. Für eine menschliche Beziehung ist dies zu verstehen, doch wie steht dies mit der Beziehung zu Pflanzen und zu Tieren?</p>

<p>Diese Frage führt in den innersten Bereich der Ökologie: </p>

<p class="ABK">Ökologie ist das Wort für eine Lebenshaltung, in der Pflanzen und Tiere nicht Objekte, sondern freie Subjekte sind. Konsequent weitergedacht heißt dies, Pflanzen und Tiere auch als „Wesen“ mit einer eigenen Seele zu verstehen. </p>

<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img fetchpriority="high" decoding="async" width="808" height="1024" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1-808x1024.jpg" alt="" data-id="4369" data-full-url="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1.jpg" data-link="https://con-oeko.de/wp/katze1/" class="wp-image-4369" srcset="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1-808x1024.jpg 808w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1-555x703.jpg 555w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1-237x300.jpg 237w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1-768x973.jpg 768w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/05/Katze1.jpg 947w" sizes="(max-width: 808px) 100vw, 808px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="663" height="1003" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Ziege3.jpg" alt="" data-id="4780" data-full-url="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Ziege3.jpg" data-link="https://con-oeko.de/wp/4611-2/ziege3/" class="wp-image-4780" srcset="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Ziege3.jpg 663w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Ziege3-198x300.jpg 198w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Ziege3-555x840.jpg 555w" sizes="(max-width: 663px) 100vw, 663px" /></figure></li></ul></figure>

<p>Dies verändert die Beziehung radikal, denn damit werden sie – wie Franz von Assisi es nicht nur ausgedrückt, sondern gelebt hat – zu Schwestern und Brüdern.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Subjekt / Objekt</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Der Mensch hat im Laufe seiner Geschichte seine Beziehung zur Natur radikal verändert (Animismus). &nbsp;</p>

<p class="ABK">Mit philosophischen Begriffen ausgedrückt, wandelte sich die Natur von einem Subjekt zu einem Objekt; der Mensch lebte nicht mehr <strong>mit</strong> der Natur, sondern die Natur wurde zu einem, für seine Zwecke ausbeutbares Objekt – er machte sich die Erde untertan. </p>

<p>Als Objekt ist ein Tier kein uns verwandtes Wesen, mit dem wir eine lange Strecke gemeinsamer Evolution gemeinsam haben und mit dem wir einen gemeinsamen Lebensraum teilen. Als Objekt ist die Natur kein Lebensraum, an dessen Kreisläufen wird unseren Lebensrhythmus anpassen müssen, sondern ein durch Naturgesetze determiniertes System.</p>

<p>Der moderne Mensch hat sich aus dieser Abhängigkeit befreit, indem er rational die Gesetzlichkeiten bewusst erkannte, denen er früher unbewusst unterworfen war. Dadurch erlange er Macht über die Natur – das einstige Gleichgewicht verschob der Mensch zu seinen Gunsten. Als wissender Mensch, der die Gesetze der Natur erkennt, erlangte der Mensch Macht über die Natur: der Mensch wurde Subjekt und die Natur Objekt.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Aktuelle Entwicklung</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Heute ist diese „Entseelung des Natürlichen“ zum Selbstverständnis des modernen Menschen geworden. Erst durch die Wandlung der Pflanzen und Tiere zu toten Objekten, konnte die Ernährungsbasis für den enormen Bevölkerungswachstum geschaffen werden. Objekte sind keine freien Wesen, sondern gleichen Maschinen, die der funktionale Mensch beherrschen kann. Eine Million Legehennen in einer Legefabrik sind maschinenähnliche Bio-Roboter, deren einzige Aufgabe es ist, bezogen auf den Aufwand, möglichst effektiv Eier zu legen – Wirtschaftlichkeit ist das Ziel. Die individuellen Bedürfnisse der Hühner haben in einem Objekt-Verständnis keine Bedeutung, sie reduzieren nur den Ertrag. Dem Huhn, statt 20 cm<sup>2</sup> Fläche 25 zuzugestehen, ändert an dieser Grundhaltung nichts. </p>

<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="900" height="596" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung1.jpg" alt="" data-id="4785" data-link="https://con-oeko.de/wp/4611-2/massentierhaltung1/" class="wp-image-4785" srcset="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung1.jpg 900w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung1-300x199.jpg 300w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung1-768x509.jpg 768w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung1-555x368.jpg 555w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung2.jpg" alt="" data-id="4786" data-full-url="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung2.jpg" data-link="https://con-oeko.de/wp/4611-2/massentierhaltung2/" class="wp-image-4786" srcset="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung2.jpg 640w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung2-300x169.jpg 300w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Massentierhaltung2-555x312.jpg 555w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure></li></ul></figure>

<p>Nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen wurden zu Wirtschafts- und Rendite-Objekten. Sie fristen nach menschlichen Vorstellungen auf Plantagen ein Kunstleben, das von Kunstdünger, Insektiziden und Fungiziden bestimmt ist. Seine Besitzansprüche weitet der Mensch seine Wissensmacht. Ermöglichte früher die geschickte Anpassung an die natürlichen Kreisläufe einen Gewinn an Produktivität, so hat sich die Beziehung zur Natur grundlegend gewandelt. Heute muss sich der Mensch nicht mehr der Natur anpassen, sondern er passt die Natur seinen Bedürfnissen an. Die neuen Kompetenzen sind nicht mehr die tradierten Erfahrungen eines Bauern, sondern lauten: Gentechnik, Biotechnologie und Bio-engineering und einer Entwicklung, die analog zu Manufacturing 4.0, unter <strong>Landwirtschaft 4.0</strong> gefasst wird.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Die unbelebte Natur</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Auch die unbelebte Natur hat der Mensch in Besitz genommen – sie sich als neuer Herr „Untertan“ gemacht hat. Hier ist es vor allem die Ausbeutung der fossilen Energiereserven und der Rohstoffe, die der Mensch für seine technologischen Produkte benötigt.</p>

<p>Die Objektivierung der Welt durch den menschlichen Verstand geht noch einige Stufen tiefer. Nicht nur Öl und Kohle, Metalle und chemische Rohstoffe werden gewonnen, sondern auch auf das Atom selbst und seine Bausteine, hat der Mensch seine Macht ausgeweitet. Die Kraft der Atome nutzt der Mensch in seinen Atommeilern und er hat sie in seinen Atombomben gebannt. Sogar die Kraft der Sonne kann der Menschen in seinen Fusionsmaschinen beherrschen.</p>

<p>Auf dieser Ebene sind auch die Eingriffe auf zellulärer und molekularer Ebene zu sehen: der Mensch passt sich nicht mehr der Natur an, sondern die Natur an seine Bedürfnisse. Geschah dies früher auf natürlichem Weg, z.B. durch Zucht, so geht die Gentechnik sehr viel weiter: er mendelt nicht mehr bestimmte Eigenschaft heraus, sondern er erschafft sich künstlich Wesen mit den Eigenschaften, die ihm dienlich sind.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Aktuelle Probleme und Nebenwirkungen</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>In den letzten Jahren traten die Nebenwirkungen dieser Entwicklung immer schmerzlicher ins Bewusstsein. Klimawandel, Artensterben, der enorme Rückgang von Insekten und Vögeln, Nitratbelastung des Grundwassers, Luftverschmutzung, Borkenkäfer, radioaktiver Müll und Pandemien … sind nur einige Schlagwörter, die zeigen, dass die Gewinne, die der Mensch durch die Objektivierung der Natur gewonnen hat, gleich große Nebenwirkungen haben. Diese Nebenwirkungen wurden lange verdrängt, solange die Natur sie noch abpuffern konnte, doch zeigen sie sich zunehmend, je mehr die Puffersysteme erschöpft sind. Die träge Gutmütigkeit der Natur wird zunehmend aufgebraucht.</p>

<p>Mögen wir in Teilbereichen die Ursachen-Wirkmechanismen verstehen und gegensteuern können, so ist dies in den globalen Systemen nicht mehr möglich. Die langen Zeitkonstanten und irreversiblen Kipp-Punkte versperren eine Umkehr in überschaubaren Zeiträumen. Hinzu kommt, dass das Paradigma der Naturausbeutung die Grundlage unserer Kultur ist, womit wir für einen Teil der Erdbewohner einen hohen Wohlstand erreichen konnten, auf den der Mensch nicht verzichten will.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Das Grundproblem</h3><p class="AB">Durch diese Entwicklungen hat sich der Mensch aus den Gesetzen der Evolution herausgelöst. Seine Erkenntnisse haben ihm eine gottähnliche Schöpfungsmacht verliehen, die Welt zu beherrschen und in Teilbereichen einzugreifen und diese in seinem Sinne zu verändern. Heute muss der Mensch schmerzlich erkennen, dass in der Natur alles mit allem zusammenhängt und Eingriffe in einem Bereich, massive Auswirkungen in ganz anderen Bereichen nach sich ziehen können, was unter dem Schlagwort <strong>Schmetterlingseffekt</strong> anschaulich ausgedrückt wird. Diese globale Vernetzungen werden in einer, an egoistischen Bedürfnissen ausgerichteten Wirtschaft kaum berücksichtigt. Die Steuergrößen eines Konzerns sind nicht die Folgen für andere, und für die Zukunft, sondern der eigene Gewinn. Aktuell erleben wir in weltweiten Krisenszenarien, dass Egoismen sehr viel mächtiger sind als die Verantwortung für die Folgen des eigenen Tuns. Im Tunnelblick des eigenen Wohlstands will man die Folgen für die Menschen in anderen Regionen der Welt, auf die Natur und für die Zukunft nicht sehen – es ist einfacher, sie zu verdrängen.</p><p>Der Beitrag <a href="https://con-oeko.de/wp/was-wir-sind/unsere-ueberzeugung/">Das Warum</a> erschien zuerst auf <a href="https://con-oeko.de/wp">CON-OEKO</a>.</p>
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		<title>Das Wie</title>
		<link>https://con-oeko.de/wp/was-wir-sind/anforderungen-an-eine-oekologische-landwirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Schopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2020 10:03:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Werte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer Früchte ernten will, der muss blühen. Ökologische Landwirtschaft Diese kurze Analyse zeigt die Probleme, die jeden Menschen betreffen, da sie sein Leben nicht nur jetzt, sondern das seiner Kinder in der Zukunft bedrohen. Eine Lösung muss sowohl global, aber auch regional erfolgen, braucht Überblick und den Blick auf das kleine Detail des alltäglichen Lebens. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://con-oeko.de/wp/was-wir-sind/anforderungen-an-eine-oekologische-landwirtschaft/">Das Wie</a> erschien zuerst auf <a href="https://con-oeko.de/wp">CON-OEKO</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="U1 wp-block-heading">Wer Früchte ernten will, der muss blühen.</h2><p class="AB"></p><figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4740" srcset="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen-1024x683.jpg 1024w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen-300x200.jpg 300w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen-768x512.jpg 768w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen-750x500.jpg 750w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen-555x370.jpg 555w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/a12-Eingang-Rosen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><h2 class="U2 wp-block-heading">Ökologische Landwirtschaft </h2><div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p class="AB">Diese kurze Analyse zeigt die Probleme, die jeden Menschen betreffen, da sie sein Leben nicht nur jetzt, sondern das seiner Kinder in der Zukunft bedrohen. Eine Lösung muss sowohl global, aber auch regional erfolgen, braucht Überblick und den Blick auf das kleine Detail des alltäglichen Lebens. Jeder Mensch steht in der Verantwortung für das Leben auf dieser Welt.</p>

<p class="AB">Als eine Einrichtung, die in einer pädagogischen Verantwortung steht, stehen diese Probleme auch im Mittelpunkt unseres Auftrags, die Kinder auf ein Leben in der Zukunft vorzubereiten. Dies heißt, ihnen nicht nur einen verantwortlich bewussten Umgang mit der Natur zu vermitteln, sondern sie auch auf die die zu erwartenden Folgen vorzubereiten. Extrapoliert man die aktuellen Entwicklungen, dann werden sich die Lebensbedingungen auf dieser Welt massiv verändern, nicht nur was die Umwelt angeht, sondern auch das gesellschaftliche Lebenskonzept der letzten Jahrzehnte, wird so nicht in der Zukunft weiterbestehen. Andere Haltungen, Lebenseinstellungen und Fähigkeiten werden erforderlich sein, um in einer zukünftigen Welt nicht nur zu „überleben“, sondern ein Leben in Würde leben zu können.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Verantwortung</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Vielen Menschen werden die dargestellten Probleme bewusst – sie sind zentrales Thema bei vielen Gesprächen. Doch erleben wir auch eine große Hilflosigkeit, doch vor allem einen tiefen Konflikt: &nbsp;den eigenen Lebensstil nachhaltig zu verändern, was konkret bedeutet, eigene Konsum-Vorteile zu schmälern. Sich zu verändern und auch sich einzuschränken, ist der Prüfstein der Verantwortung: bleibt sie nur auf der Ebene von Absichten? Verantwortung heißt: tätig zu werden, wofür man sich verantwortlich fühlt.</p>

<p>Stellt man sich dieser Erkenntnis, dann wird es ernst, ob man bereit ist, aufzubrechen und sich auf den Weg zu machen. Wir haben jedoch immer wieder erlebt: am nächsten Morgen verdrängt der Alltag die Erkenntnis des Vortags; die hehren Absichten versickern wie Wasser im trockenen Sand des Alltags, ohne Wurzeln zu schlagen.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Mitgefühl und Ehrlichkeit</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Eine Triebfeder für Veränderungen ist das Mitgefühl mit den leidenden Lebewesen in der industriellen Landwirtschaft, das in einer fleischlosen Ernährung seinen Ausdruck finden kann. Damit wird eine wesentliche Bedingung für Veränderungen deutlich: rationale Analysen bleiben abstrakt, wenn nicht Erlebnisse und Emotionen hinzukommen. Diese Gedanken münden in die Aussage: „ich will nur das Fleisch von dem Tier essen, das ich auch bereit bin, selbst zu schlachten.“ Dahinter steht das <strong>Prinzip Ehrlichkeit</strong>, was auch beinhalten würde, den eigenen Kindern zu sagen: „durch meinen Lebensstil, meinen Konsum und meine Reisegewohnheiten mindere ich euer zukünftiges Leben.“</p>

<p>Hinter dieser Ehrlichkeit steht die Bereitschaft, die <strong>Nebenwirkung</strong> des eigenen Tuns auf andere nicht nur anzusehen, sondern auch zu verantworten. Dies nicht zu tun, ist das Wesen von <strong>Egoismus</strong>: „die Folgen meiner Vorteile auf dein Leben sind mir egal“.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Ohnmacht</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Stellt man sich diesen Erkenntnissen, dann wird auch schnell bewusst, dass viele Menschen in größeren Systemen gefangen sind, denen sie nicht entkommen können. Ein Landwirt kann durchaus die Nebenwirkung seiner Art von Wirtschaften auf die Natur erkennen, doch hat er keine wirkliche Freiheit, etwas zu verändern, ohne seine eigene Existenz aufs Spiel zu setzen. Den ökologischen Umbau kann er nicht schaffen, sei es finanziell, aber auch weil ihm dazu das erforderliche Knowhow fehlt.</p>

<p>In diesem Dilemma fühlen sich viele Menschen gefangen, wie Reisende auf der Titanic, die offenen Auges auf den Eisberg zufährt. Dieses Gefühl der ohnmächtigen Ausgeliefertheit, gepaart mit Argumenten, warum keine Veränderungen möglich sind und alles nicht so schlimm ist, wollten wir nicht länger.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Heilende Beziehung</h3><p class="AB">Die Erkenntnis, dass hinter allen ökologischen Problemen und Krisen, letztlich die Objektivierung des Natürlichen steht, hat unseren Weg geprägt. „Ökologie“ ist mehr ist als nur das Einhalten von Anbaunormen, es ist eine Lebenshaltung, die sich in allen Beziehungen ausdrückt, nicht nur in den Bereichen, die dem Ökokontrollverfahren unterliegen. Was ist aber das Wesen einer ökologisch bewussten Beziehung?</p><p class="ABK"><em>Die Partnerschaftlichkeit, d. h. das Gegenüber nicht als Objekt, sondern als Subjekt zu sehen. Damit wird das Gegenüber zu einem DU, einem freien Wesen, das man nicht beherrscht oder ausbeutet, sondern mit dem man kooperiert und dem man seine eigenen Lebensrechte zugesteht.</em></p><p class="AB">Dies ist leicht gesagt, doch stellt sich die Frage, wie ist dies in unserer Zeit zu verwirklichen, ohne in Naturromantik abzuheben, die letztlich wirkungslos bleibt? Damit verbunden war eine zweite wesentliche Erkenntnis über das Gehen.</p><h3 class="U3 wp-block-heading">Visionen und Kompromisse</h3><div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Visionen sind eine feine Sache, denn sie geben den Kurs vor. Doch beinhalten sie auch eine große Gefahr: sie machen einem bewusst, wie weit der Weg noch ist und wie weit entfernt man noch vom Ziel ist. Dies führte uns zur Frage, ob überhaupt ein Weg möglich ist, der sich an globalen Zielen orientiert, oder sich die Ziele sehr viel kleiner aus den alltäglichen kleinen Schritten ergeben. Damit verbunden war eine prägende Erfahrung mit Menschen, die hochdifferenziert die Probleme erkannten, doch nicht bereit waren, alltägliche Kompromisse einzugehen. Der Blick auf das ferne Ziel kostet viel Kraft und nimmt einem die Möglichkeit, sich über ganz kleine Fortschritte freuen zu können. Verantwortung heißt, den ersten Schritt zu wagen und sich von Rückschlägen und Umwegen nicht entmutigen zu lassen.</p>

<p>Damit war klar: wir können kein ideales Konzept formulieren, sondern wir müssen im Alltag unseren Kompromiss immer wieder neu finden und entscheiden. Wir sind auch Teil dieser Welt und tragen auch zu den Nebenwirkungen bei. Die Grundlage ist, sich der Nebenwirkung des eigenen Tuns bewusst zu werden, was bedeutet, sich auch bewusst zu werden, wo wir unsensibel, unachtsam und leichtfertig, den bequemeren und oft auch den billigeren Weg wählen.</p></div></div></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Bezogene Lebenshaltung</h3><div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p>Die Volksweisheit bringt eine tiefe Erkenntnis auf den Punkt: „alleine ist es selbst im Paradies nicht schön.“ Ohne Beziehung sind Kostbarkeiten langweilig, öde und leer; umgekehrt wird Einfaches zur einem köstlichen Erlebnis, wenn es in eine Beziehung eingebettet ist. Bezogenheit ist mehr Gesellschaft, es ist die innere Beziehung zum Gegenüber, wobei alles zu einem Gegenüber, zu einem Subjekt werden kann.</p>

<p>Dieses Bewusstsein wandelt das Huhn zu einem Partner, mit dem man kooperiert und zu dem man eine persönliche Beziehung lebt. Bei unseren Kindern hat es auch einen Namen. Damit wird das Frühstücksei zu einem besonderen Erlebnis und herausgehoben aus der unbewussten Welt anonymer Konsumobjekte.&nbsp; Wer kennt nicht die Erfahrung, wie anders eine Marmelade schmeckt, wenn sie ein lieber Mensch für uns bereitet hat. Dies gilt auch für den Honig auf dem Frühstückstisch. Er schmeckt anders, wenn er von den kleinen „Mitarbeitern“ stammt, die auch noch Blüten im eigenen Obstgarten bestäuben.</p>

<p>Viele Beispiele lassen sich für diesen veränderten Blick anführen, nicht nur beim Essen, sondern in allen Bereichen des eigenen Beziehungsraumes. Es ist ein großer Unterschied, <strong>mit</strong> einem Schrank zu leben, zu dem man eine persönliche Beziehung hat und der kein millionenfach von Automaten gefertigtes Massenprodukt ist. „Mein Schrank“ ist ein individuelles Wesen, dessen Lebens-geschichte ich kenne und zu dessen „Schöpfer“ ich eine Beziehung habe. Diese Art von Möbel haben wir „Du-Möbel“ genannt, denn es sind Wesen, die das eigene Leben wie ein Partner bereichern und mit denen man viele Erlebnisse, oft aus der eigenen Kindheit verbindet. Man tauscht sie nicht alle paar Jahre aus, sondern sie begleiten einen oft über Generationen hinweg.</p>

<p class="ABK"><em>Wer sich auf diesen bewussten Lebensstil einlässt, für den wandelt sich der Alltag in eine Fülle bereichernder Begegnungen. Ökologie ist für uns das Programm einer bewussten Beziehung zur Natur, es ist kein alternativer Ernährungsstil, sondern eine <strong>Ethik der Beziehung</strong>.</em></p>

<p>Wir verstehen dies nicht als Ideologie, sondern als Lebensqualität. Wer sich auf diesen Weg macht, dem wird erst bewusst, wie entleerend und letztlich lebensmindernd der beziehungsleere Massenkonsum ist. Die Ursache dieser schweren Krankheit ist, den Menschen in ein abhängiges Konsum-Wesen zu wandeln, zu einem Objekt von größeren Interessen, die uns durch geschickte Werbung abhängig machen wollen: wir haben gefügig – wie Objekte – zu konsumieren. Die Scheinfreiheit besteht nur in der Wahl zwischen Dutzenden von Joghurtsorten, die von Geschmacksdesignern industriell gefertigt wurden.</p>

<p>Damit wird der enorme Gewinn eines subjektiv-bewussten Lebensstils erkennbar: die heilende Kraft, sich als freies Subjekt zu erleben und nicht als ein abhängiges, unfreies Objekt, als ein Konsumautomat. In unserem Grundgesetz steht die Würde an erster Stelle. Würde hat nur ein Subjekt. Den Menschen zu einem Konsum-Objekt zu entseelen, nimmt ihm seine Würde.</p></div></div></div></div><h2 class="U2 wp-block-heading">Umsetzung</h2><p class="AB">Sich der z.T. irreversiblen globalen Auswirkungen der Konsumgesellschaft auf die Natur und den Menschen bewusst zu werden, entmutigt, wenn man die eigenen Möglichkeiten zur Veränderung dagegen setzt. Die Augen zu verschließen und den bequemen Weg weiterzugehen, ist jedoch auch keine Alternative, für das eigene Gewissen und für eine verantwortungsvolle Pädagogik. Es ist wie mit dem Rauchen; wer den Entschluss nicht sofort in seinem Alltag umsetzt, der wird es nicht schaffen.</p><h3 class="U3 wp-block-heading">Das Ziel: soziale und ökologische Landwirtschaft</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p class="ABK">Wir wollten nicht nur eine kleine romantische ökologische Insel bauen, sondern langfristig Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Kinder schaffen, die über kein Zuhause verfügen und die sich auf dem allg. Arbeitsmarkt schwer tun. </p>

<p>Damit standen wir vor der Herausforderung, etwas aufzubauen, was auch einen Ertrag abwirft.</p>

<p class="AB">Mit dem Entschluss etwas anzupacken, wird man jedoch schnell mit den tiefgreifenden <em>strukturellen Problemen der Landwirtschaft konfrontiert</em>, die kleine Betriebe zum Aufgeben zwingt und industrielle Großbetriebe begünstigt. </p>

<p class="ABK">Uns wurde schnell klar, dass eine Beschäftigung von Bedürftigen Menschen in einer industriellen Landwirtschaft nicht möglich ist.</p></div></div><p class="AB">So begannen wir im Kleinen unseren Weg zu gehen, auch wenn wir von den umliegenden Bauern belächelt wurden. Uns war klar, dass wir nicht alles in Lehrbüchern lernen konnten, sondern selbst Erfahrungen sammeln müssen, denn wir betraten ein neues Terrain, in dem wir keine Vorerfahrungen hatten. Auch war es schwierig, anpackende Mitarbeiter zu finden, die unsere Lebenshaltung &#8222;verkörperten&#8220;. Die Arbeit auf dem Feld ist mühevoll und schweißtreibend – <strong>romantische Garten-Ideologien</strong>, wie wir sie auch im Umfeld von Permakultur erleben mussten, erwiesen sich schnell als Ideologie.</p><p class="AB">Es galt eine <strong>Nische </strong>zu finden, die auch mit wenigen Hektar Fläche auf soliden Beinen steht. Dies konnten wir nur im Bereich eines <strong>Gartenbaubetriebs </strong>erreichen, der sich auf Sonderkulturen, Obst und Beerenobst spezialisiert. Damit stand das grobe Ziel fest.</p><h3 class="U3 wp-block-heading">Lernen</h3><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p class="AB">So machten wir uns auf den Weg, uns von Experten im Obstbau beraten zu lassen und wir besuchten die Lehranstalten in diesem Bereich, aber auch ein paar Betriebe. Das Ergebnis war ernüchternd: für die Experten waren wir Laien und Anfänger, die am besten die Finger davon lassen sollten.&nbsp; Die Materie des Obstbaus sei komplex, so dass man sie nur mit viel Erfahrung und Wissen meistern könne. Wenn, dann sollten wir mit ein paar Apfelbäumen beginnen und damit Erfahrungen sammeln. Wir wurden in die Ecke von Hobbygärtnern gestellt.</p>

<p class="AB">Es blieb uns nichts anderes übrig, als selbst Experten zu werden. Das Problem des Lernens bei natürlichen Prozessen sind die langen Wachstumszyklen. Es dauert Jahre, bis die Folgen der eigenen Entscheidungen sichtbar werden und man lernend etwas verändern kann. Dies ist auch das Dilemma, in dem der Umweltschutz steht.</p></div></div><h3 class="U3 wp-block-heading">Mut zum Risiko</h3><p class="ABK">Trotz aller Einwände entschieden wir uns zu keinem kleinen, sondern zu einem großen Schritt. </p><p class="AB">Schnell wurden wir auch mit den Problemen im ökologischen Landbau konfrontiert, speziell mit einem neuen Schädling, der Kirschessigfliege, der ohne herkömmlichen Pflanzenschutz nur schwer beizukommen ist. Zum Glück fanden wir einen Obstbaubetrieb mit Baumschule, der uns beriet und uns auch Mut machte. So packten wir es an, studierten Lehrbücher des Obstanbaus und machten einen <strong>Pflanzplan</strong>, der auf unsere Anbauflächen abgestimmt war. So pflanzten wir ca. 8000 Bäume und Sträucher. Unser Ziel war keine Monokultur, sondern eine große Produktvielfalt für den regionalen Markt.</p><h3 class="U3 wp-block-heading">&#8222;Bio-Siegel&#8220;</h3><figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/EU-Bio-Logo1.jpg" alt="" data-id="5211" data-full-url="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/EU-Bio-Logo1.jpg" data-link="https://con-oeko.de/wp/eu-bio-logo1/" class="wp-image-5211"/></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Bio-Siegel-1.jpg" alt="" data-id="5209" data-full-url="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Bio-Siegel-1.jpg" data-link="https://con-oeko.de/wp/bio-siegel-1/" class="wp-image-5209" srcset="https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Bio-Siegel-1.jpg 960w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Bio-Siegel-1-300x169.jpg 300w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Bio-Siegel-1-768x432.jpg 768w, https://con-oeko.de/wp/wp-content/uploads/2020/06/Bio-Siegel-1-555x312.jpg 555w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure></li></ul></figure><div class="wp-block-group AB"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"><p class="AB">Von Anfang an stand fest, unsere Landwirtschaft nach nach ökologischen Prinzipien zertifizierten zu lassen. Dies war anfänglich ein sehr vages Ziel, von dem wir keine konkreten Vorstellungen hatten. Je mehr wir uns in diese Materie einarbeiteten, wurde klar, dass wir es mit einem sehr rigiden und in Bereichen kleinlich anmutenden Regelwerk zu tun hatten. Aus der Sichtweise des Verbraucherschutzes wurde uns dies klar, doch fanden wir darin wenig von unseren Idealen und unserer Beziehungs-Ethik. Es ging ums kleine Detail.</p>

<p class="AB">Bedeutend wurde für uns schnell die Erkenntnis, dass wir keine herkömmlichen Mittel der Pflanzenstärkung und des Pflanzenschutzes anwenden dürfen, sondern auf biologische Prinzipien bauen müssen. Auch mussten wir lernen, dass es im Ökolandbau kein Unkraut, sondern nur <strong>Beikräuter </strong>gibt und, dass wir Wege finden müssen, wie sich Pflanzen auch gegenseitig positiv beeinflussen können. </p>

<p class="ABK">Es ging darum, nicht gegen, sondern mit der Natur zu „leben“. </p>

<p class="AB">Damit waren wir mitten in unserer Vorstellung, die Natur nicht als ausbeutbares Objekt, sondern als Partner, als Subjekt, zu verstehen.</p></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://con-oeko.de/wp/was-wir-sind/anforderungen-an-eine-oekologische-landwirtschaft/">Das Wie</a> erschien zuerst auf <a href="https://con-oeko.de/wp">CON-OEKO</a>.</p>
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