Die erste Plantage anlegen

Vision

Wenn man sich auf den Weg macht, braucht man ein Vision, d. h. ein Bild im Kopf, wie es einmal aussehen soll.

Anbauplanung: Vielfalt

Unsere ökologischen Prinzipien mussten wir schon in der Anbauplanung berücksichtigen. Monokulturen sind Paradiese für Schädlinge, wovon die herkömmliche Landwirtschaft ein Lied singen kann.

Ein ökologisches Grundprinzip ist, durch eine möglichst naturgemäße Pflanzung, den Befall von Schädlingen vorzubeugen.

So entschieden wir uns für eine große Produktvielfalt von 140 verschiedenen Sorten, die wir auch noch auf unterschiedliche Plantagen verteilten.

> Anbauplan Obst

> Anbauplan Beerenobst

Wichtig war, einen guten Kompromiss aus Ökologie und Ökonomie zu finden, d. h. einer kleingegliederten Landwirtschaft und der Möglichkeit, diese auch effektiv bewirtschaften zu können. Und was uns auch noch sehr wichtig war: es musste auch noch gut aussehen.

Bestellen

Zum Glück fanden wir einen Partner im Obstbau, der schon über mehrere Generationen Erfahrung hatte. Mit ihm zusammen konnten wir den ersten Obstgarten planen und realisieren. Uns wurde auch schnell klar, dass die Preise für Hobbygärtner ganz andere sind als im Profibereich. Wir betraten die Welt der professionellen Obstbauern.

Plantagen anlegen

Erste Erfahrung: Die Realität sieht ganz anders aus, als die Vision.

Ein Hang in Südlage hat sich angeboten, dort unsere erste Plantage anzulegen.

Aus einer Pferdeweide sollte ein blühender Obstgarten werden. Dazu mussten wir erst einmal pflügen, wozu uns der Nachbar mit seinem Pflug behilflich war.

Pflanzen

… und dann kamen 2000 Bäume und Sträucher. Wichtig war uns auch, etwas größere Bäume zu kaufen, um die Zeit bis zur ersten Ernte etwas zu verkürzen.

Die Pferde waren auch ganz erstaunt, welche Mengen angeliefert wurden, die wir in der Reithalle zwischenlagern und feucht halten mussten.

Dann ging es ans Pflanzen.

Löcher

Doch dazu mussten 2000 Pflanzlöcher gegraben werden, von Hand und mit einem Erdbohrer.

Alle mussten mithelfen, aus allen Bereichen: Küche, Verwaltung, Haustechnik, Pädagogik, … auch unsere Kinder halfen mit.

Löcher und Pflanzen sind eine spannende Angelegenheit: anschaulicher und begreifbarer Biologieunterricht.

Stangen

Eine Plantage anzulegen, ist etwas ganz anderes, als mit einem 200 PS-Traktor ein Feld zu pflügen und anschließend maschinell auszusähen. 140 verschiedene Bäume und Sträucher haben ihre Eigenarten, die je individueller Wachstumsbedingungen bedürfen. Will man einmal ernten, kann man sie nicht ihrem „Wildwuchs“ überlassen. Die Pflanzen brauchen Stangen, Klettergerüste und müssen in ihrem Wuchs erzogen werden. Dies erforderte tausende von Pfosten einzuschlagen, Erdanker einzudrehen und einige Kilometer Drähte zu spannen und mit tausenden von Klammern die Pflanzen festzubinden.

Und zu guter Letzt muss alles auch noch angegossen werden. Hier kam unsere Gießteam zum Einsatz.

Fazit

Einen Garten anzulegen, ist eine ganz besondere Erfahrung. Eine Plantage anzulegen, noch etwas ganz anderes. Die Gartenromantik wich schnell den Schmerzen im Rücken und dem Frust über den harten Boden. Die Vision von blühenden Hainen und süßen Beeren rückte in weite Ferne. Es ist viel Arbeit. Doch als alles geschafft war, waren wir auch sehr stolz.

Ein Jahr später

Zweite Plantage